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Die Olsenbande greift an
Ein verrückter Tag in New York – was lässt der Titel erwarten? Nun gut, verrückt soll es werden, ein Lacher in jeder dritten Szene, vielleicht sogar ein wenig Anspruch. Einen Tag soll das ganze nur spielen, man assoziiert Kurzweil. New York, seit jeher Stadt der Städte, für jedes Genre. Man hofft auf Spannung, aufregende Bilder, ein wenig Romantik vielleicht. Was bekommt man also geboten? Nichts von alledem. Stattdessen geschlagene eineinhalb Stunden voller "netter Versuche", wenn man es höflich formulieren will.
Die inzwischen auch in Deutschland allseits bekannten Olsen-Zwillinge verschlägt es also nach New York. Deren Filmcharaktere sind dem Klischee entsprechend so verschieden wie Wasser und Feuer: brave Musterschülerin mit dem großen Ziel des Oxfordstipendiums trifft auf chaotische Musikerin mit dem Plattenvertrag im Kopf. Jane (Ashley Olsen) muss ein Referat vor dem Stipendiatenausschuss halten und Roxy (Mary-Kate Olsen) will sich bei den Dreharbeiten zu einem Musikvideo einschleichen und der Gruppe ihr Demoband zustecken. Diese scheinbar einfachen Pläne werden von einem Möchtegern Mafiosi und einem Vertreter der Schulaufsichtsbehörde, der Roxy schon seit längerem auf den Fersen ist, durchkreuzt. Die Schwestern müssen sich gegenseitig unterstützen, um das erwartete Happy-End zu sichern. Nach unzähligen Homevideos, der eigenen Modelinie "mary-kateandashley" und einem Fanartikelangebot bei dessen Anblick selbst Hello Kitty vor Neid erblassen würde, nun der eigene Kinofilm. Die geplagten Eltern der Hauptzielgruppe können sich nicht mehr mit anderen Aktivitäten ablenken, während der Nachwuchs vorm Fernseher hockt und sich die nächsten Weihnachtswünsche aufoktroyieren lässt (Product Placement in neuen Dimensionen, meine Damen und Herren). Jetzt werden die erwachsenen Begleiter auch noch an den Kinosessel gefesselt und müssen dem Unheil beiwohnen. Was für Kinder ganz unterhaltsam sein mag, wird schon ab der Altergrenze von 16 zur Qual. Zu Schade, dass man nicht einfach vorspulen kann, verpassen würde man rein gar nichts. Jess
Ein verrückter Tag in New York - Facts
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