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< Liebe mit Risiko - Gigli Matrix: Revolutions Jet Lag >      

Revolution stand auf ihren Fahnen…
Es ist vollbracht! Was einst die Wachowski Brüder zu den populärsten Coolness-Detektoren der Kinogeschichte machte, hat nun das Finale erreicht. Neo (Keanu Reeves) gelangt zum Kern der Maschinenwelt und hat sich als Messias der virtuellen als auch wirklichen Menschheit zu beweisen. Schließlich ist Agent Smith inzwischen nicht mehr nur den Menschen ein Dorn im Auge. Wie ein Virus hat er die virtuelle Realität vereinnahmt und alles ist nur noch eine Kopie seiner Kopie einer Kopie. Sie alle tragen dasselbe Gesicht und formen die Cyberwelt zugunsten eines Programms. Das gefällt den Maschinen so ganz und gar nicht. Ergo sucht man nach Abhilfe. Egal welche Option die Entscheidungstragende ist, eine Kollaboration scheint unvermeidlich und deren Ausgang kann nur noch in einer Revolution oder Diktatur enden.
     Operation geglückt, Konventionen erfüllt: Auch die Geschichte der Matrix hat in der Welt vor der Leinwand eine wandelsame Entwicklung durchgemacht. Einst versuchte man die Revolution des Geistes heraufzubeschwören, hat das Realitätskonzept von einer bildgewaltigen Seite aufgelöst und mit dem Motion Capture-Verfahren gezeigt, wo in Hollywood der visuelle Hammer hängt. Das Publikum war so begeistert, dass 1999 das Jahr wurde, in dem die Filmemacher zurückkehrten und dem Lucasimperium eins auswischten. Damals wagte sich keine Big Budget Produktion das Wettrennen gegen die frisch abgedrehte Episode I des Star Wars-Universums anzutreten. Den Startschuss hierzu wollten nur die Wachowski Brüder nicht versäumen: Man gewann den Sprint mit dem Zieleinlauf an den Kinokassen. Beide Filme starteten gleichzeitig und Matrix konnte sich durchsetzen.
     2003 endlich kehrte das heißdiskutierte Filmmonument zurück. Jedoch war sich das Publikum einig: Man hat nicht mehr die Matrix erlebt, die man einst so vergötterte. Das Jahr der Matrix entpuppte sich als das Jahr der Hollywoodkonventionen. Getrimmt auf die Messiasgeschichte wurde das biblische Manifest zum Dogma der Produktion. Der filmische Schmelztiegel der Kulturen, ja sogar der Maschinen, übergibt sich nun ganz in die Hände des einen Auserwählten. Neo hat gelernt in seinem Universum die Gesetze der Physik zu manipulieren sowie Einigkeit zu schaffen und die Wachowskis konnten so auf einen kulturellen Glaubensbegehr reagieren. Sie schufen nun gänzlich den celluloiden Heiland und wandelten ihr einst so revolutionäres Konzept in ein religiöses Filmepos.
     Jedoch vergaß man nicht die Optik strahlen zu lassen und somit den letzten Zweifel wegzufegen. Die nach wie vor schlagkräftigste Komponente zeigt auch in Teil III noch immer wie man Augen glänzen lassen kann. Gefußt auf den konservativen Erzählkonventionen etabliert sich die abgeschlossene Matrix-Trilogie als ein optisches Glanzstück der Filmgeschichte. So verneigt sie sich demütig vor den großen Momenten kommerzieller Produktionen und beugt sich in dieser Weise auch dem Lucasimperium, dem man einst die Stirn bot. Schließlich speist inzwischen auch die Matrix-Trilogie von ein und derselben Essenz: dem Begehr zu unterhalten, das Publikum in Märchenwelten zu entführen und schließlich davon zu profitieren. Die Revolution ist so zum Schweigen gebracht worden und die Menschheit kann sich auch morgen noch auf einen virtuellen Sonnenaufgang freuen.
HAMA

Matrix: Revolutions - Facts


Science-Fiction, USA 2002
Regie: The Wachowski Brothers
Hauptdarsteller: Keanu Reeves, Laurence Fishburne, Carrie-Anne Moss, Hugo Weaving, Jada Pinkett Smith, Gloria Foster, Monica Bellucci
Bundesstart: 6.11.2003
Homepage: Matrix: Revolutions
(http://www.thematrix.de)
Action
Humor
Spannung 
Anspruch
Erotik

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Mit freundlicher Unterstützung von (Chemnitz)

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