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Aufwärmübung
Paul „Wrecking“ Crewe (Adam Sandler, Mr. Deeds), ein abgehalfterter Ex-Footballprofi, landet nach einer gewagten, dem Altmeister O.J. Simpson in nichts nachstehenden, Verfolgungsjagd mit der Polizei im Knast.
Eigentlich will er dort in Ruhe seine Zeit absitzen, doch Gefängnisdirektor Haze (James Cromwell, Der Anschlag) hat andere Pläne für den „Star“ hinter schwedischen Gardinen:
Crewe soll, zusammen mit anderen Insassen, eine Footballmannschaft auf die Beine stellen um gegen die Wärter anzutreten. Die spielen professionell in der Gefängnisliga und sollen durch eine „Aufwärmübung“ auf die nächste Saison vorbereitet werden.
Doch zusammen mit Caretaker (Chris Rock, Dogma), der Mann der dir auch im Bau alles besorgen kann, und Nate Scarborough (Burt Reynolds, Ein Duke kommt selten allein), einem Ex-Trainer der zufälligerweise auch im Allenville Prison eingebuchtet ist, schafft es Paul tatsächlich ein Team aufzubauen welches den Wärtern gefährlich werden könnte. Direktor Haze passt das natürlich überhaupt nicht und so zieht er alle Register um einen Sieg des Teams „Mean Machine“ zu verhindern. Dem Regisseur Peter Segal (Die nackte Kanone 33 1/3) gelingt es, in diesem Remake des Films Die längste Meile (1976) in dem übrigens Burt Reynolds selber die Hauptrolle spielte, Komödie, Sportfilm und Gefängnisdrama unterhaltsam miteinander zu verknüpfen ohne das Langeweile aufkommt. Dies liegt vor allem an den durchweg gut besetzten Schauspielern die auch die ernsteren Passagen des Filmes nicht zu einer Farce verkommen lassen, auch wenn das Drehbuch an diesen Stellen noch etwas mehr Pepp vertragen hätte. Zu loben sind dabei auch die Nebendarsteller, die oft schon einfach nur durch ihre Präsenz auf der Leinwand zu kleineren Lachanfällen beim Publikum verhelfen. Ein negativer Aspekt trübt aber die ansonsten solide Produktion: die amerikanischste aller Sportarten ist in diesem Film ein sehr zentraler Bestandteil der Handlung und gerade die letzte halbe Stunde kann, ohne ein paar Grundkenntnisse der Regeln, schnell zur Müdigkeit beim Betrachter führen. Ein international besser bekanntes Spiel hätte da vielleicht mehr Chancen gehabt die Leute ins Kino zu locken. So fällt es manchmal schwer einzelne Aktionen verschiedener Charaktere wirklich zu verstehen und nachzuvollziehen. Doch selbst das stellt dem Ganzen kein Bein. Dieser Film sorgt für Kurzweil und erfüllt alle Register die Popcornkino ziehen kann. Benjamin Schürer
Spiel ohne Regeln - Facts
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