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< Mord ist mein Geschäft, Liebling Watchmen - Die Wächter Slumdog Millionär >      

Am Tag, als der Comedian starb
1985 in einem fiktiven Amerika: Nixon ist zum 5. Mal Präsident und die Welt steht am Rande eines Atomkriegs zwischen den USA und der UdSSR. Die Watchmen – kostümierte (Super-)Helden – wachten über die Bürger bis Nixon der Truppe die Lizenz entzog. Nun sind die ehemaligen Wächter arbeitslos. Im Dienst belassen wurde lediglich Jon Osterman alias Dr. Manhattan (Billy Crudup). Er ist der einzige dieser Heldenclique, der tatsächlich über Superkräfte verfügt und mit diesen die USA vor einem atomaren Angriff schützen soll.
      Als plötzlich einer der ehemaligen Watchmen ermordet wird, beginnt der arbeitslose Anti-Held Walter Kovacs alias Rorschach (Jackie Earle Haley) auf eigene Faust den Fall zu untersuchen. Dabei stößt er auf eine Verschwörung die versucht, der Heldenclique um Silk Spectre II (Malin Akerman), Nite Owl (Stephen McHattie) und Ozymandias (Matthew Goode) den Garaus zu machen und die Welt ins nukleare Chaos zu stürzen.

     Regisseur Zack Snyder knüpft sich abermals eine Comicvorlage vor. Zuletzt adaptierte er erfolgreich das Frank-Miller-Comic 300 mit ästhetisch anspruchsvollen Bildern und aufwendig choreographierten Action-Sequenzen. In Watchmen ist diese Handschrift ab der ersten Minute zu erkennen. Die von den Autoren Allan Moore und Dave Gibbons kreierte Watchmen-Welt stellt sich jedoch nicht ganz so einfach dar, wie die Mär von den 300 Spartiaten die an den Thermopylen gegen eine sagenhafte persische Übermacht kämpfte.
     Demenstprechend viel Zeit nimmt sich Snyder für die Einführung seiner Charaktere und ihrer Welt. „Viel“ bedeutet in Watchmen, dass circa 2 Stunden des fast dreistündigen Werkes den Charakteren und ihrem persönlichen Hintergrund gewidmet werden – das erfordert große Geduld.

     Watchmen bewegt sich zum Großteil in den Genres Thriller und Krimi, gewürzt mit abgedrehten Fantasy-, Sci-Fi- und Film Noir-Elementen. Die wenigen Actionsequenzen sind dabei wohltuende Abwechslung und, wie bereits in 300, die eindrucksvollsten Momente des Films. Hier treffen vorzüglich animierte Effekte auf meisterlich gefilmte Kampfsporteinlagen. Alles in allem macht Snyder von diesem „seinem“ Mittel leider viel zu selten Gebrauch.

     Daher schafft es Snyder auch nicht, das Aufkommen von Langeweile gänzlich zu vermeiden: Trotz wunderschön düsteren und stimmungsvollen Bildern, einem hervorragenden Soundtrack, einem großartigen Rorschach und ironischen Seitenhieben in Richtung amerikanische Historie. So ist die Symbiose aus Kriminalroman, Mysterythriller und Superheldenmär zwar gut durchdacht, kommt jedoch nur schwer in die Gänge und droht zwischendurch tatsächlich einzuschlafen.
     Dennoch: Die Komplexität der Comicvorlage ist zuweilen spürbar, und Snyder gelingt es, eine dichte und stimmige Atmosphäre im Kinosaal zu erzeugen. Vom ästhetischen Standpunkt her ist der Film demnach uneingeschränkt zu empfehlen. Wer sich aber auch in storylastigen Thrillern seine Portion Action wünscht, sollte die Watchmen mit Vorsicht genießen.
DZ

Watchmen - Die Wächter - Facts


Comicadaption, USA 2009
Regie: Zack Snyder
Hauptdarsteller: Malin Akerman, Billy Crudup, Matthew Goode, Carla Gugino, Jeffrey Dean Morgan
Bundesstart: 5.3.2009
Homepage: Watchmen - Die Wächter
(http://watchmenmovie.warnerbros.com/)
Action
Humor
Spannung 
Anspruch
Erotik

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Mit freundlicher Unterstützung von (Chemnitz)

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