eocus
< Elektra Wimbledon Million Dollar Baby >      

Im Spiel und in der Liebe...
Wimbledon
Manchmal mutet es schon ganz schön absurd an. Da werden pro Jahr hunderte wenn nicht sogar tausende von Filmen gemacht, die das Prädikat "pädagogisch wertvoll" tragen. Zumeist zeichnen sie sich durch eine Story aus, die uns die Abgründe der menschlichen Gesellschaft vor Augen führt und schon deswegen meist hoch gelobt werden. Und in Wimbledon? Man nehme eine schlichte Love-Story, mische sie mit etwas Melodramatik und versetze dem ganzen noch einen gehörigen Schuss Sport, Tennis um genau zu sein. Das Ergebnis verblüfft. Regisseur Richard Locraine schafft das Unmögliche. Der Zuschauer ist gebannt und das von der ersten Minute an. Die Dynamik des Sports, der Liebreiz der entstehenden Beziehung und natürlich Humor lassen von Anfang an ein Wohlfühlklima beim Beobachter entstehen.

     Peter Colt (Paul Bettany) ist ein alternder Tennisstar, einst elfter Platz der Weltrangliste ist er mit Anfang dreißig nunmehr auf Platz 119 angelangt. Seit Jahren hat er immer wieder gegen jüngere Spieler verloren und damit seinen langsamen Abstieg mit ansehen müssen. Daher soll auch das diesjährige Wimbledon-Turnier das letzte in seiner Laufbahn werden. Danach, so plant er, möchte er sich aus dem Profi-Sport zurückziehen um von da an alternden Frauen als Tennislehrer unter die Arme zu greifen. Nicht wirklich rosige Aussichten findet seine Familie. Aber so weit ist es noch nicht, beim einchecken in sein Hotelzimmer in Wimbledon bekommt er ausversehen die falschen Schlüssel und landet im Zimmer von Lizzie Bradbury (Kirsten Dunst). Lizzie ist eines der aufstrebenden Sternchen des Tennishimmels und gewillt in Wimbledon ihr Debüt zu geben. Lizzie und Peter beginnen natürlich eine leidenschaftliche Affäre und bald wird beiden klar, dass ihre Beziehung keines der üblichen Tennis-Abenteuer ist, sondern sich in etwas Ernsthafteres zu verwandeln scheint. Doch während sich für Peter diese Romanze wie ein zweiter Frühling auswirkt und er einen Gegner nach dem anderen aus dem Tenniscourt verweist, werden Lizzies Leistungen immer schlechter. Ihr Spiel wird zusehends unkonzentrierter. Das stört nicht nur die ehrgeizige Lizzie sondern auch ihren überfürsorglichen Trainer und zugleich auch Vater Dennis Bradburry (Sam Neill). Er war es, der seine Tochter all die Jahre trainiert, an sie geglaubt und immer wieder zu neuen Höchstleistungen angespornt hat. Und nun muss er mit ansehen, wie die größte Chance seiner Tochter durch einen überalterten Tennisspieler zunichte gemacht wird. Keine Frage, er versucht alles um das Pärchen auseinander zuhalten, aber als es bei einem Empfang zum Eklat zwischen dem jüngeren Spieler Jake Hammond (Austin Nichols) und Peter kommt, kann auch Dennis Bradburry nichts mehr machen. Lizzie und Peter fliehen vor dem Tennisrummel und gönnen sich eine Auszeit in Peters Heimatstadt. Als sie zurückkommen zieht Lizzies Vater Dennis die Reißleine und bringt seine Tochter in einem geheimen Hotel unter. Doch auch dieser Versuch nützt nichts mehr und Lizzie verliert im Turnier und somit jegliche Chance auf den Wimbledon-Titel.

     Wimbledon ist ein Film, der einfach gute Laune verbreitet. Keine komplizierten Verstrickungen fordern den Zuschauer und auch die Handlung ist von vornherein jedem klar. Trotzdem sprüht der Film voller Leben und auch das Happy End tut sein übriges dazu. Die Darsteller sind überzeugend, wenn auch nicht besonders gut und die Kameraführung ist grandios. Jeder der einmal im Fernsehen ein Tennisspiel beobachtet hat, weiß um die Tristesse, die dem Beobachter unmittelbar umfängt. Umso verblüffender ist das Tennisspiel im Film. Rasante Schwenks und ungewöhnliche Positionen reißen den Kinozuschauer mit und machen unmittelbar Lust selber zum Schläger zu greifen. Möglich wurde diese Brisanz natürlich durch den Einsatz von Computern, so wurde beinahe jeder Ballwechsel am Rechner nachgearbeitet. Wimbledon ist perfekt für den unterhaltsamen Kinoabend und zudem ein besonderer Stimmungsaufheller im Frühling. Also Spiel, Satz und Sieg.
massoud

Wimbledon - Facts


Liebeskomödie, USA / GB 2004
Regie: Richard Locraine
Hauptdarsteller: Kirsten Dunst, Sam Neill, Paul Bettany, Jan Favreau, Austin Nichols
Bundesstart: 24.3.2005
Homepage: Wimbledon
(http://www.wimbledon-film.de)
Action
Humor
Spannung 
Anspruch
Erotik

zum "Wimbledon" Rating




Mit freundlicher Unterstützung von (Chemnitz)

Eure Meinung zum Film Wimbledon

Noch keine Beiträge vorhanden. Hier kannst du der/die Erste sein!

Mitdiskutieren - so einfach gehts:
Werde jetzt Mitglied der eocus-Community und erhalte Zugriff auf alle Community-Bereiche.
Weiter zur Schnell-Registrierung...

Du bist bereits Mitglied der eocus-Community? Dann logge dich hier ein.

© 1999-2003 Jugendinitiative eocus, www.eocus.de. Alle Rechte vorbehalten.